13.10.2015 - Corporate News: Das Eingangstor nach Oberschöneweide

    Die Revitalisierung der historischen Leuchtenfabrik in den Spreehöfen

    Leuchtenfabrik; Spreehöfe

    Spreehöfe

    Wer entlang der Edisonstraße über die Treskowbrücke nach Oberschöneweide fährt, wird schon von Weitem von einem eindrucksvollen Zeitzeugnis Berliner Industriegeschichte begrüßt: dem 1897 erbauten Backsteinbau der historischen Leuchtenfabrik in den sogenannten Spreehöfen. Es ist leicht, dem Charme eines solchen denkmalgeschützen Gebäudes zu erliegen. Nicht anders ist es dem Geschäftsführer der S IMMO Germany, Robert Neumüller, ergangen, als er das Ensemble zum ersten Mal sah.

    Seine Entscheidung, es Anfang 2015 dem Portfolio seines Unternehmens hinzuzufügen, hatte aber noch ganz andere Gründe. „Oberschöneweide mit seiner Geschichte als Zentrum der Berliner Industrie, mit der Summe erhaltener Industriearchitektur aus dieser Zeit und seiner reizvollen Wasserlage entlang der Spree ist einer der derzeit größten Berliner Potenzialstandorte“, erklärt er, „in den letzten Jahren haben sich hier aus diesem Grund zunehmend größere und kleiner Unternehmen aus der Kreativwirtschaft und dem Bereich Forschung und Entwicklung angesiedelt.“

    Das Entwicklungspotenzial eines vielversprechenden Umfeldes reiche allerdings allein nicht aus, um die Möglichkeiten eines Standortes zum Erfolg zu führen. Vielmehr brauche es eine klare Vorstellung davon, wie der Ort eines Tages aussehen solle und welche Strategie dorthin führe, erläutert Neumüller weiter.

    Im Falle der Leuchtenfabrik sieht er mehrere erforderliche Schritte, um aus dem Ensemble einen bemerkenswerten Ort zu entwickeln. Allem voran stellt er die Markenentwicklung des Komplexes, dem alle weiteren Maßnahmen untergeordnet werden. „Die heutige Projektentwicklung muss sich angesichts der großen Angebotsvielfalt neuen Herausforderungen stellen und sich Gedanken zu Auswahl und Bindung von Mietern und Nutzern machen“, sagt Neumüller. „Um einen Standort auch längerfristig erfolgreich zu betreiben, schafft eine übergeordnete Marke die stimmige Verbindung aller Maßnahmen“, ergänzt er.

    Erste Pläne für die Positionierung unter dem neuen Namen „Leuchtenfabrik“ sind, die architektonischen Qualitäten des Ensembles durch eine denkmalgerechte Sanierung hervorzuholen, innerhalb des Komplexes unterschiedliche Aufenthaltsorte und Durchgänge sowie Nutzungsmöglichkeiten der Spree zu schaffen. Dafür ist S IMMO bereit, mehrere Millionen Euro zu investieren. Gleichzeitig beabsichtigt das Unternehmen, die Auswahl neuer Mieter und Nutzer so zu gestalten, dass eine produktive Gemeinschaft entstehen kann. Analog einer Ausstellungsvorbereitung nennt Neumüller diesen Vorgang „kuratieren“. Ein Erfolgskonzept, dass sie bereits bei den Bestandsgebäuden der Sonneninsel angewandt hat. „Wir wollen hier eine neue, eine bessere Adresse schaffen“, sagt er, und das gelingt nur, wenn wir eine Atmosphäre schaffen, in der sich unsere Mieter wohlfühlen.“ Für eine Einheit in Vielfalt eignet sich die Leuchtenfabrik allemal. Die Größe der Flächen ist sehr variabel. Einzelne Büros und Kleingewerbe können ebenso heimisch werden wie Nutzer mit einem Platzbedarf von bis zu 3.000 m².

    Neumüller ist optimistisch und sieht sich durch die Entwicklungen im Umfeld bestätigt. Der Entwicklungsraum des Berliner Südostens mit dem Wissenschaftsstandort Adlershof und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) als zentrale Motoren böten die nötige Dynamik und Qualität.

    Fakten:
    Baujahr: 1897-1900, Erweiterung 1911-13, 1916
    Architekt: Baumeister J. Schulz
    Grundstücksfläche: ca. 7.615 m²
    Bruttogeschossfläche: 19.620 m²
    Adresse: Edisonstraße 63, Wilhelminenhofstraße 82

    Historischer Hintergrund
    Der Berliner Stadtteil Oberschöneweide hat eine bedeutende Tradition als Industriestandort und wurde maßgeblich von der elektrotechnischen Industrie und dem Konzern AEG geprägt. Entlang der Edisonstraße und des nördlichen Spreeufers standen sich um die Jahrhundertwende in einem langgestreckten Band die Gebäude der AEG und die der Lampenfabrik Frister, der damals größten Lampen- und Leuchtenfabrik Europas, einander gegenüber.

    Das denkmalgeschützte Gebäude der alten Leuchtenfabrik, das derzeit noch unter dem Namen „Spreehöfe“ bekannt ist, hat eine gelbe Backsteinfassade mit in roten Ziegeln gehaltenen Zierelementen. Die Gestaltung des Gebäudes ist zweigeteilt, mit einer schlichten Fassade ohne Ornamente am Spreeufer im Süden und einer die Gotik zitierenden Fassade an der Wilhelminenhofstraße im Norden.

    Über die Zeit der Teilung und auch in den ersten Jahren nach dem Mauerfall büßten die Häuser mit ihren insgesamt rund 20.000 m² Bruttogeschossfläche durch verschiedene Umbauten einige der ursprünglichen Details der historischen Bausubstanz ein. Sofern möglich soll der ursprüngliche Charakter der Gebäude im Zuge der Sanierung wieder freigelegt werden.

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