Die Leuchtenfabrik

Das Berliner Kreativquartier

Am Spreeufer

2015 kaufte die S IMMO Germany die ehemalige Fabrik in Berlin-Schöneweide, ein geschichtsträchtiges Objekt direkt an der Spree. Der Leerstand lag damals in etwa bei 50 %, die Immobilie war offensichtlich in die Jahre gekommen. Seitdem wurde die Leuchtenfabrik für rund EUR 10 Mio. renoviert, in kleinere Einheiten aufgeteilt, die Mieterstruktur dank der Neupositionierung völlig neu aufgebaut. In die 100 bis 3.000 m² großen Mieteinheiten mit variablen Grundrissen und individuellen Ausbaumöglichkeiten ist eine heterogene Mieterschaft eingezogen.

Orte mit Charakter

In Zusammenarbeit mit dem Berliner Branding- und Architekturbüro Realace entwickelte die S IMMO ein Konzept zur vollständigen Neupositionierung der ehemaligen Spreehöfe. Mit Fokus auf eine kreativ arbeitende Zielgruppe wurde das Berliner Industriedenkmal saniert und die Außenräume neugestaltet. „Wir haben früh beobachtet und erkannt, dass ein Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt stattfindet. Viele Unternehmen haben heute völlig andere Anforderungen an Arbeitsräume und suchen keine sterilen Neubauflächen sondern Orte mit Charakter“, erläutert Robert Neumüller die Strategie. Bei der Sanierung ging es ihm vor allem darum, unter Wahrung der Wertigkeit des Denkmals Raumstrukturen für innovatives und kollaboratives Arbeiten zu schaffen. Dafür sind u.a. die Loftflächen bis zur Rohkonstruktion entkernt worden.

Leuchtenfabrik in Berlin - Copyright: Erich Sinzinger
Leuchtenfabrik in Berlin - Copyright: Erich Sinzinger

Ein lebendiger Ort, der weiter wächst

Ein weiterer strategischer Schachzug ist auch die Kuratierung der Mieter gewesen. „Wir versuchen Mieter zu finden, die zum Standort und zueinander passen“, erklärt Neumüller, „so stellen wir sicher, dass die Leuchtenfabrik ein stimmiger und lebendiger Ort wird.“

Aufgrund der großen Nachfrage baut die S IMMO im nächsten Bauabschnitt das Dach zu Büroflächen „mit besonderem Charme“ aus. „Vor drei Jahren haben wir eigentlich damit gerechnet, länger für das Projekt zu brauchen“, sagt Neumüller, ist aber vom Erfolg auf Grund von Konzept und Büroflächenknappheit nicht überrascht. Derzeit finden die Mietverhandlungen über die letzten freien Flächen statt. Und wer sich einmietet und die lokale Gastronomie für sich entdeckt, trifft möglicherweise eines Tages auch auf Brian Adams. Der kanadische Sänger kaufte eine der alten Reinbeck-Hallen an der Spree und wandelt sie in ein Atelierhaus um.